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teichwirtekolumne

» Unser BioKarpfen ist ein regionales Produkt aus ökologischer Teichwirtschaft. «

Karsten Ringpfeil
Teichwirt


 

Fachexkursion

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Am 25.06. besuchten Vertreter des Naturkostgroßhandels die Biokarpfenproduzenten in der Oberlausitz, dies ist ein weiterer Schritt zur Etablierung des Oberlausitzer BioKarpfen im Naturkosthandel.

Pressemitteilung der Gäa e.V.-Vereinigung ökologischer Landbau:

Am 25. Juni 2010 veranstaltete der Förderverein für die Natur der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft e.V. und die Gäa – Vereinigung ökologischer Landbau e.V. die Fachexkursion „Oberlausitzer BioKarpfen“. Ziel der Veranstaltung war es den TeilnehmerInnen aus dem Naturkostfachhandel über die Produktvorstellung hinaus, den Mehrwert des Projektes in den Bereichen Naturschutz, Kulturlandschaftspflege und regionale Wirtschaftskreisläufe zu vermitteln.

Bei Sonnenschein und ländlicher Atmosphäre hieß Peter Heyne als Leiter des Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, welches Projektträger des „Oberlausitzer Biokarpfens“ ist, die TeilnehmerInnen in Wartha willkommen. Hier gab es spannende Impressionen in Wort und Bild über den Zusammenklang Teichwirtschaft-Region-Naturschutz zu erleben. Im Anschluss dessen forderte Dario Uecker, Projektleiter des Fördervereins, die gespannten TeilnehmerInnen zum geschmacklichen Erfahren des buchenholzgeräucherten BioKarpfens auf. Kredenzt wurden die verschiedenen Kostproben von Robert Mazalla, Chefkoch „Zur Guten Einkehr“ aus Grubschütz, einem Gasthaus aus der Region, welches aufgrund seiner exquisiten Küche sich bereits über die Region hinaus einen Namen gemacht hat.

Zwischen angeregtem Austausch und Fachfragen an die anwesenden Teichwirte Lars Bergmann und Kasten Ringpfeil waren immer wieder honorierende Äußerungen zu den vielseitigen Genüssen, die der BioKarpfen bietet, zu vernehmen. Auf der anschließenden Radtour konnten die BesucherInnen nicht nur die landschaftlichen Reize der Heimat des Biokarpfens kennenlernen, sondern gewannen auch Einblicke in dessen komplette Aufzucht – ein Musterbeispiel für nachhaltige Produktion von Süßwasserfischen in Deutschland. Auf einer Gesamtfläche von ungefähr 300 ha wächst der BioKarpfen über einen Zeitraum von drei Jahren zum fertigen Speisefisch heran. Zubrot zur natürlichen Nahrung aus den Teichen, welche mindestens 50 % ausmacht, stellt Biogetreide regionaler Lieferanten dar. Alle Beteiligten in der gesamten Produktionskette sind Gäa – zertifiziert und garantieren höchste Qualitätsstandards.

Mit einer Besatzdichte von 700 Stück pro ha (im Vergleich zu EG-Anforderungen 1500) sind die natürliche Nahrungsversorgung und eine stressarme Haltung der Tiere gewährleistet. Auch in anderen Kriterien arbeiten die Teichwirte, insbesondere was den Naturschutzaspekt betrifft, weit über die Mindestanforderung der EG-Aquakulturrichtlinien hinaus. Ein Aspekt, der viel Zukunftsrelevanz besitzt, ist die letztendlich umgesetzte Praxis vielerorts geforderter Nachhaltigkeit. Die Teichgebiete stellen zugleich das bedeutendste Brut- und Rastgebiet für Wasservögel in Sachsen dar, womit der der Erhalt der Teichlandschaft eine weitere Dimension erfährt.

Doch was für jedes Projekte gilt, um sich am Markt behaupten zu können, benötigt es vor allen ein qualitativ hochwertiges Produkt. Dass dies beim BioKarpfen Gültigkeit besitzt, davon konnten sich die ExkursionsteilnehmerInnen beim Imbiss auf dem Fischereihof Bergmann überzeugen.

Zum Abschluss der mit allen Sinnen erlebbaren Veranstaltung herrschte wohl Einigkeit darüber, dass der Oberlausitzer BioKarpfen viel Potential für den Markt besitzt. Kornelie Blumenschein – Vorsitzende der Gäa e.V. freute sich über das vielfältig positive Feedback der ExkursionsteilnehmerInnen und insistierte: „Schön, wenn ein Produkt wie der BioKarpfen, was durch seinen Herstellungsprozess so vielseitig positiven Einfluss nimmt, mehr und mehr Unterstützung erfährt.“

(Quelle: Presseinformation zum 25.06. Gäa e.V.Ökologischer Landbau)